Geh weg du Köhler – Lass mich hinter’n Baum!

16. Juni 2010

Wenn ich der Meinung bin, mein „Amt“ wird missachtet und die Flinte schmeiß, passiert folgendes:

  • Ich gehe zum Arbeitsamt (ja, Arbeitsamt)
  • Die nette Dame oder der nette Herr erklärt mir, ich hätte keinen Anspruch auf ALG, da ich selbst gekündig hab.
  • Ich sitze ohne Knete auf der Straße – eine ordentlich harte Strafe für meine eigene Kündigung.

Tut ein Bundespräsident, dessen Verantwortung viel bedeutsamer ist, das Gleiche, passiert dagegen dies:

  • Statt des Faktes der Flucht vor den ersten Schwierigkeiten wird nur seine herausragende Persönlichkeit und Vertretung des Deutschen Volkes gewürdigt.
    Wer hat eigentl. von Köhler mehr gehört als seinen Namen?
  • Er wird mit dem „Großen Zapfenstreich“ in allen Ehren verabschiedet, durch die Anwesenheit von Kanzlerin und Außenguido begleitet.
  • Seine garantierte Pension – egal, wie lang er Präsident und vor allem wie gut er war – beträgt round about 250.000 EUR pro Jahr.

Ich mag übertreiben, doch mich beschäftigt wirklich, warum einer, der aufgibt und davor schon nicht gerade ‘ne Leuchte war, dermaßen Zucker hintenrein geblasen bekommt.
Anders machen es doch die bösen Wirtschaftsmanager auch nicht, da tröten die Politikessen und Politikers aber laut (ohne etwas zu tun) weil’s Wählerstimmen verspricht. Nicht?

Übrigens: Informieren Sie sich doch mal, wie man eine/r der Wahlfrauen/Männer wird, die den Bundespräsidenten wählen. Genauer gesagt: Wer hat denn die größeren Chancen und welches sind dabei die Kriterien?

Gruß vom Jens


Big Schäuble is watching the web

28. April 2009

Die Zensurbestrebungen unseres obersten Fürsorgers sind ja hinlänglich bekannt. Nun ist mal wieder ein Schritt getan: Die Filterung auf Providerseite.

Um das gleich klar zu stellen: Ich befürworte die Verfolgung von, mit Hilfe des Netzes begangenen, Straftaten! (m.E. sollten Hersteller, Anbieter und Konsumenten kinderpornografischer Inhalte für den Rest ihres Lebens ins Arbeitslager)

Doch staatlich verordnete Zensur löst das Problem nicht – nicht einmal ansatzweise.

Warum? Weil diese technischen Maßnahmen nicht dazu beitragen, die Verantwortlichen zu stellen, weil diese Form des „Totschweigens“ nichts mit einer profunden ethischen Bildung freier Bürger zu tun hat, die vllt. wirklich etwas bewirkte.

Zur Technik hat Mein Parteibuch einen Artikel veröffentlicht, der wichtige Informationen zu dem Thema zusammenfasst – und zwar die Informationen, die Herr Schäuble sicher nicht selbst publiziert. :)

Ich möchte in diesem Zusammanhang aber auch jeden Besucher bitten, sich dem Netz gegen Kinderporno anzuschließen.
Den die Freiheit, über die Information, mit denen wir umgehen, selbst zu urteilen birgt auch die Verantwortung zum Schutz Derer, auf deren Kosten die Inhalte u.U. erstellt werden!

Nachtrag: Die STOP-Seite, welche man beim Versuch eines Anrufes einer gesperrten Seite zu sehen bekommt ist auch schon veröffentlicht. :)


wichtig wichtig!!!

17. April 2009

Lachen muss sein :)

Und das gibt es hier in 4 Teilen: <1> <2> <3> <4>

Und noch nen ernster Kommentar: Meiner Meinung nach einer der lichtesten Momente des deutschen Fernsehens.

Viel Spaß! :)

Danke Hape und Günther!


BILD sucht…

15. April 2009

… und zwar den besten Video-Witz. [Link]

Mit Video-Kunst kenn mich nun nicht so prall aus. Aber hier mal ein paar Ideen für Witze:

Liest ein Student die BILD…

oder

Addiert ein BILD-Leser 1 und 1 korrekt…

oder

BILD druckt seit 1. April die Wahrheit…

Hey. Wir sollen uns doch eine Meinung BILDen!
Meine ist: Wer diesen Werbetext getextet hat, verdient einen Nobelpreis und anschließend lebenslangen Aufenthalt in einem abgeschlossenen Raum ohne Radio, Fernsehen oder irgend ein Informationsmedium – nur die BILD darf er bis an sein Lebensende lesen. harhar

Mal schaun – wie war nochmal die Adresse der wichtigsten BILDbezüglichen Website? such… ahja bildblog.de.

Was da zu Lesen ist, wirkt noch haarsträubender und unglaublicher als die zu Grunde liegenden BILD-Artikel.

Und zu guter Letzt noch ein Wiki-Auszug:

Der „Bild“-Leser als Klischee

Das Ergebnis des polarisierenden Stils des Blattes zeigt sich darin, dass es einigen Lesern unangenehm ist, mit ihrer Lektüre gesehen zu werden oder sich zur „Bild“-Zeitung zu „bekennen“, während andere sehr offen damit umgehen. „Bild“-Leser prägen inzwischen das eigene Stereotyp von einem „Proleten“. Das Klischee vom „Bild“-Leser wird auch in einer (inzwischen verbotenen) Werbung der taz thematisiert. Im Kontrast zu dem schlechten, „plebejischen“ Ruf des Boulevardblattes steht sein kommerzieller Erfolg.

Was sich nett anliest, macht mich im letzten Satz doch sehr nachdenklich, weil ich da leider keinen bemerkenswerten Kontrast ausmache…

im BILDlichen Unsinne

der Jens


Wir sind Opel!

13. März 2009

Sind wir? Sind wir nicht!

Gedankenexperiment:
Ich gründe eine Firma und manage sie (leidlich?) gut. Dann verkauf ich sie an einen Investor aus der Branche. Der tut, was sein gutes Recht ist (Marktwirtschaft) und zieht die Gewinne heraus.
Geht es dann der Wirtschaft des Staates des verkauften Unternehmens schlecht, lässt die Regierung die Allgemeinheit (Steuerzahler) das verkaufte Unternehmen unterstützen und auslösen.

Personalisierung von Gewinnen – Sozialisierung von Verlusten.

Der Staat lässt die Unternehmer machen, er vertraut auf die selbstregulierenden Mechanismen des freien Marktes (ups – in D sollte doch die soziale Marktwirtschaft gelten?) und dann kommt der Knall. Der Inhaber gilt plötzlich PLÖTZLICH als böser Wicht und der Staat überlegt, zu stützen.

Noch schlimmer bei den Banken: Da werden Milliarden gepumpt ohne Bedingungen.

Der Staat (die Politiker) verhält sich, solang die Gewinne (Steuern) fließen, so, dass die Eigenverantwortung der Wirtschaft regelt.
Läuft das Ganze aus dem Ruder werden genau Die bestraft, die garantiert keine Schuld am Wegdriften der Börse von der Realität und den Krediten von den Risiken tragen: Die Angestellten und Arbeiter, denn deren Steuergelder sollen die Pleiten ungeschehen machen.

Die Politiker versuchen sich IN EINZELFÄLLEN genau da einzumischen, wo sie sich raushalten wollten – das ist schlimmer als Utopismus!

Mein Vorschlag:

ENTWEDER Marktwirtschaft ODER Staatwirtschaft – die Chimera wird berechtigterweise nur Unmut stiften.

ein würgender bis kotzender

Jens

P.S.: Ich habe miterlebt, wie knappe 3.000 Arbeitplätze durch EINEN Inhaber vernichtet wurden und für die Abwicklung des Unternehmens Millionen Euro an „Unternehmensberater“ verschenkt wurden. Aber das waren ja keine Opelaner…


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.