Wenn ich der Meinung bin, mein „Amt“ wird missachtet und die Flinte schmeiß, passiert folgendes:
- Ich gehe zum Arbeitsamt (ja, Arbeitsamt)
- Die nette Dame oder der nette Herr erklärt mir, ich hätte keinen Anspruch auf ALG, da ich selbst gekündig hab.
- Ich sitze ohne Knete auf der Straße – eine ordentlich harte Strafe für meine eigene Kündigung.
Tut ein Bundespräsident, dessen Verantwortung viel bedeutsamer ist, das Gleiche, passiert dagegen dies:
- Statt des Faktes der Flucht vor den ersten Schwierigkeiten wird nur seine herausragende Persönlichkeit und Vertretung des Deutschen Volkes gewürdigt.
Wer hat eigentl. von Köhler mehr gehört als seinen Namen? - Er wird mit dem „Großen Zapfenstreich“ in allen Ehren verabschiedet, durch die Anwesenheit von Kanzlerin und Außenguido begleitet.
- Seine garantierte Pension – egal, wie lang er Präsident und vor allem wie gut er war – beträgt round about 250.000 EUR pro Jahr.
Ich mag übertreiben, doch mich beschäftigt wirklich, warum einer, der aufgibt und davor schon nicht gerade ‘ne Leuchte war, dermaßen Zucker hintenrein geblasen bekommt.
Anders machen es doch die bösen Wirtschaftsmanager auch nicht, da tröten die Politikessen und Politikers aber laut (ohne etwas zu tun) weil’s Wählerstimmen verspricht. Nicht?
Übrigens: Informieren Sie sich doch mal, wie man eine/r der Wahlfrauen/Männer wird, die den Bundespräsidenten wählen. Genauer gesagt: Wer hat denn die größeren Chancen und welches sind dabei die Kriterien?
Gruß vom Jens
Verfasst von Jens Schwartz 